Logo
Medien

Per Smartphone ermutigt

Flüchtlinge  |  (c) Matthea Vrij
18.10.2017
Ein Begleiter inmitten der Ungewissheit
 
In diesem Beitrag
Beitrag

Weiterempfehlen

  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
 

Ibrahim ist endlich angekommen. Wie hätte er es aus Syrien bis nach Deutschland geschafft, ohne seine Frau und Kinder? Ibrahim mag sich das gar nicht vorstellen. So wie viele andere, die mit ihnen auf der langen Reise nach Europa kamen, muss er oft daran denken, was er alles zurücklassen musste: seine Familie, ihr Haus, die Arbeit, seine ganze Heimat.

Ibrahim fühlt sich wie ein Kaktus im Tropenwald. Hier in Deutschland ist alles komplett anders. Wie geht es erst recht seiner Familie hier? Nun heisst es, sich in dem Flüchtlingslager zurechtzufinden und ein neues Leben in einem fremden Land zu wagen. Mitbringen konnte Ibrahim kaum etwas, aber sein Smartphone hat er dabei. Er hütet es wie seinen Augapfel, denn das ist sein Zugang zu der Welt «da draussen» und vor allem seine Verbindung in die Heimat.

So wie Ibrahim sind in den letzten beiden Jahren viele Menschen nach Europa geflohen und haben Asyl beantragt. 2017 haben bereits mehr als 100 000 Flüchtlinge ihr Leben riskiert, um über das Mittelmeer den unerträglichen Zuständen in ihren Heimatländern zu entfliehen. Dort herrschen Armut oder Krieg. Viele werden auch wegen ihres christlichen Glaubens verfolgt.

Zu den praktischen Aspekten des täglichen Überlebenskampfs kommt die Angst vor der ungewissen Zukunft und um die eigene Sicherheit. Die Reise ist psychisch und emotional sehr anstrengend. Aber ähnlich wie bei Ibrahim gibt es etwas, das viele von ihnen mitgenommen haben – ihr Smartphone.

Trans World Radio (TWR) möchte deshalb durch das Smartphone geistliche und praktische Hilfe für die Vertriebenen anbieten. Ende 2015 startete TWR mit dem Projekt für Flüchtlinge. Für ihre speziellen Bedürfnisse stehen bereits Programme zur Verfügung. TWR hat schon Sendungen mit christlichem Inhalt in über 230 Sprachen produziert und möchte diese Erfahrung und Programme zugunsten der Flüchtlinge einsetzen.

«Man mag sich wundern, warum Menschen auf der Flucht ein Smartphone haben. Aber das ist das Wichtigste für sie», erklärt Dirk Müller, Internationaler Direktor von TWR Europa.

Seit 2016 ist Francisco Alves als Koordinator bei TWR im Einsatz, um neue geeignete Programme zusammenzustellen. Diese Sendungen werden auf die Herausforderungen der Migranten zugeschnitten. So werden die Grundlagen des christlichen Glaubens für Menschen aus einem anderen Kulturkreis auf verständliche Weise erklärt. Alves erläutert: «Wir möchten, dass unsere Sendungen eine Unterstützung für Organisationen und Einzelpersonen sind, die im direkten Kontakt mit Flüchtlingen stehen.»

Um das Potenzial dieser mobilen Technologie optimal zu nutzen, kooperiert TWR Europa mit Love Europe. TWR Europa ist für den medialen Part der «Love Europe App» zuständig.

Wenn Ibrahim Organisationen kennenlernen möchte, die kostenlose Sprachkurse für ihn und seine Familie anbieten, kann er einfach auf die App gehen und im Bereich «Wichtige Orte» entsprechende Informationen finden. Zu einem späteren Zeitpunkt möchte sich Ibrahim vielleicht über weitere Veranstaltungen für Flüchtlinge erkundigen. Diese kann er dann schnell unter der Rubrik «Events» finden.

Möglicherweise lernt Ibrahim auch einheimische Christen kennen, die ihren Glauben praktisch leben. Womöglich hat er tiefergehende Fragen zum neuen, für ihn fremden, Glauben. TWR hat genau solche Menschen im Blick. So werden die Audiosendungen in drei der Sprachen angeboten, die von den meisten Flüchtlingen gesprochen werden – Arabisch, Farsi und Dari. Diese Programme kann man in der Mediathek der «Love Europe App» hören. Derzeit werden sechs Serien angeboten, wie etwa «Hoffnung für Syrien», «Afghanistan Heute» und «Neues Land, Neue Heimat». Darüber hinaus gibt es spezielle Sendungen für Frauen und Jugendliche. Neben der Schweiz, Österreich und Deutschland ist die «Love Europe App» auch in Frankreich, Malta, Griechenland und den Niederlanden erhältlich.

Das Smartphone hat noch einen anderen wichtigen Vorteil. Menschen, die lieber keine Bibel sichtbar in der Hand halten, können die Sendungen diskret und individuell anhören.

Wenn Ibrahim die Serie «Neues Land, Neue Heimat» hört, begegnet er Khalid, einem Flüchtling aus Syrien. Ibrahim fühlt sich von Khalid verstanden, da Khalid mit seiner Familie viele Herausforderungen, wie etwa kulturelle Unterschiede und das Erleben und Verarbeiten von Traumata, erlebt. Inmitten dieser Zeit lernt er Pastor Stefan kennen, der Khalid immer wieder ermutigt und Gott erfahrbar werden lässt.

Um «Neues Land, Neue Heimat» sowie die weiteren verschiedenen Programme auf der «Love Europe App» bekannter zu machen, hat TWR Europa im vergangenen Jahr in Athen 450 Powerbanks (Smartphone- Akkus) an Flüchtlinge aus Syrien, Iran und Afghanistan verteilt. Da das Smartphone gerade für Migranten eine so wichtige Rolle spielt, kann eine leere Batterie zu einem grossen Problem werden. Die portable, aufladbare Powerbank von TWR, die mit Informationen zu der App bedruckt ist, stösst daher auf reges Interesse.

Francisco Alves berichtet von ermutigenden Begegnungen in Athen: «Ein Flüchtling war von unseren Sendungen so berührt, dass er gleich einige Videos auf seinem Smartphone löschte, um Platz für unsere Sendungen zu machen. Zudem erzählte mir der Direktor eines Hilfswerkes, dass die Powerbanks von den Flüchtlingen gerne genutzt werden.»

Wohin nun der Weg von Ibrahim und seiner Familie am Ende führt, ist ungewiss. Aber durch die Programme der «Love Europe App» begleitet TWR sie auf diesem Lebensabschnitt voller offener Fragen. Bestimmt hat Ibrahim sein Smartphone auch in Zukunft weiterhin eng bei sich, mit Sendungen voller Hoffnung nur ein paar Klicks entfernt.

( © Online-Redaktion ERF Medien)
Anzeige neu mobile
Elba | medium rectangle
10% Ihres Gartenauftrages | medium rectangle
Gartenplanung | medium rectangle
Ferien am Meer | Medium Rectangle | Kultour
Stapler-Service | Medium Mobile
Event | Event AG | Mobile Rectangle
LYN Workshops | medium rectangle
Anzeige
Event | Event AG | Halfe Page
Anzeige
Lynda Randle | leaderboard
ERF Medien, Witzbergstrasse 23, CH-8330 Pfäffikon ZH, Tel. +41 44 953 35 35, Mail erf@erf.ch